Neue Wege für Kinder

Lerntherapie und Lerncoaching

Lerntherapie

  • Leseschwäche, Rechtschreibschwäche oder Rechenschwäche
  • Aufmerksamkeitsschwäche/ AD(H)S oder Konzentrationsschwäche
  • Lernschwäche oder Gedächtnisschwäche

 

Bei Lernstörungen sind herkömmliche Übungsmöglichkeiten, wie sie z.B. im normalen Schulunterricht, Förderunterricht oder aber auch im Nachhilfeunterricht praktiziert werden, nicht ausreichend.

Den Schwerpunkt bildet die systematische Aufarbeitung der diagnostizierten Wissens- und Verständnisdefizite.

Hinzu kommen die Stabilisierung psychischer Funktionen, der Einsatz spielerischer Übungen zur Schulung der Wahrnehmung und Konzentration, sowie Maßnahmen zur Aktivierung individueller Lern- und Problemlösungsstrategien.

Daher ist eine integrative Therapie notwendig, die mit einem breiten Spektrum an Interventionsmöglichkeiten die Probleme des einzelnen Kindes gezielt angeht.

Deshalb werden die Kinder primär in Einzeltherapie gefördert.

Das Lernen erfolgt schrittweise nach einem individuellen Förderplan, der aufgrund allgemeiner entwicklungspsychologischer, lerntheoretischer und fachdidaktischer Erkenntnisse aufgestellt wurde.

Ziel einer jeden Lerntherapie ist es, dem jeweiligen Kind eine erfolgreiche Teilnahme am Klassenunterricht zu ermöglichen. 

 

Lern- und Leistungsschwierigkeiten

Wenn ein Kind im Deutsch- und/ oder Mathematikunterricht auffallend schlechte Ergebnisse erzielt, die oft weiter unter dem Durchschnitt liegen, spricht man von einer "Lernstörung im Bereich des Lesens/ Schreibens und/ oder Rechnens".

Lern- und Leistungsstörungen bauen sich in der Regel über längere Zeit hinweg auf.

Nicht nur das Leistungsdefizit im jeweiligen Fach wird sichtbar, sondern auch Motivationsmangel, Lernblockaden, Persönlichkeitsbeeinträchtigungen und damit oft verbunden psychosomatische Beschwerden, die sich lange Zeit im Verborgenen aufstauen.

 

Ursachen

Mangelnder Fleiß oder gar Desinteresse liegen in der Regel weit neben der eigentlichen Ursache. Die Ursachenklärung an sich ist ein sehr komplexes, interaktives Geschehen, das heißt, es sind immer mehrere Faktoren beteiligt.

Man kann drei Ursachenkomplexe unterscheiden:

  1. Das Umfeld des Kindes (soziokulturelle und familiäre Bedingungen)
  2. Schulische Ursachen
  3. Neuropsychologische Ursachen

 

 

Alle genannten Punkte stehen in direktem Zusammenhang und können Lern- und Leistungsschwierigkeiten begünstigen oder hervorrufen.

 

 

 

 

Legasthenie (Lese-Rechtschreibschwäche)

Bei welchen Anzeichen kann von einer Lernstörung im Bereich des Lesens und Schreibens ausgegangen werden?

  • Hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten aber auch bei abgeschriebenen Texten
  • Niedrige Lesegeschwindigkeit, häufiges Stocken, Verlieren der Zeile im Text
  • Auslassen, Vertauschen oder Hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben
  • Viele Wörter werden erraten
  • "Schwierige", zumindest längere Wörter werden z.T. richtig geschrieben, dagegen viele, eigentlich einfachere Wörter falsch
  • Das Gelesene kann oft nur unzureichend wiedergegeben bzw. interpretiert werden
  • Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten in den Fremdsprachen
  • Konzentrationsprobleme
  • Eingeschränkte Wissensaufnahme in den übrigen Lernfächern, weil z.B. im vorgegebenen Zeitrahmen das Wissen nicht aufgenommen bzw. niedergeschrieben werden kann
  • Extreme Lese- und Schreibunlust

 

Sind mehrere der aufgeführten Beeinträchtigungen vorhanden, so sollte eine Untersuchung auf Legasthenie (Lese-Rechtschreibschwäche) durchgeführt werden.

 

 

 

Dyskalkulie (Rechenschwäche)

Dyskalkulie ist eine Teilleistungsschwäche im Bereich des Rechnens. Im engeren Sinne ist damit ein mangelhaftes bis unzureichendes oder grundlegend verkehrtes Verständnis von Mengen und Größen, von Zahlen und mathematischen Operationen gemeint.

Rechenschwache Kinder sind normal bis überdurchschnittlich begabt, wobei ihre Leistungen im Rechnen erwartungswidrig niedrig ausfallen und alle herkömmlichen Formen des Übens und Nachhelfens keinen Erfolg zeigen.

Eine Rechenschwäche ist nicht die Folge ungenügender Automatisierung von Rechenfertigkeiten!

Welche Anzeichen können auf eine Rechenschwäche hindeuten?

  • Die meisten Rechenaufgaben werden zählend gelöst (meist mit den Fingern)
  • Das räumliche und/ oder zeitliche Vorstellungsvermögen ist nicht altersgemäß
  • Der Umgang mit Größen fällt schwer (Geld, Gewichte, Längen,...)
  • Mathematische Operationen werden häufig verwechselt (z.B. + anstatt -)
  • Analogiebildung gelingt nicht (13+4 wird nicht analog zu 3+4 gerechnet)
  • Irrsinnige Lösungen werden nicht erkannt
  • Fehlerhafte Strategien werden konsequent angewendet
  • Bei mehrstelligen Zahlen werden Ziffern vertauscht (z.B. 34 anstatt 43)
  • Gedächtnisblockaden und/ oder Konzentrationsschwierigkeiten

 

Da mathematische Inhalte mehr als andere Lerninhalte einem hierarchischen Aufbau gleichen, ist das Verständnis vorangegangener Inhalte notwendiger Baustein für darauf folgende.

 

Ist die Einsicht in einfache Rechenaufgaben im kleinen Zahlenraum nicht vorhanden, ist das "Scheitern" mit der Erweiterung des Zahlenraums vorprogrammiert.

 

 

 

 

Psychische Folgen einer Lernstörung können sein:

  • wachsende Übungslust
  • Angst vor dem jeweiligen Schulfach, Prüfungsangst, allg. Schulunlust
  • Aggressivität, geringe Frustrationstoleranz, Wutausbrüche
  • Clownerei, Kind wird zum "Klassenkasper"
  • Konzentrationsschwäche/ leichte Ablenkbarkeit
  • Introvertiertheit, Kontaktscheue, Depressivität
  • Bettnässen, Schlaflosigkeit, Übelkeit
  • Negatives Selbstbild ("Das kann ich sowieso nicht!")